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BJJ als Selbstverteidigung für die Frau
Bei zahlreichen Selbstverteidigungskursen wiegen sich die Teilnehmerinnen in Sicherheit. Doch wie sieht die Realität aus? Man wird in eine Gasse gezogen, hingeworfen und ehe man kapiert was geschehen ist wirft sich der Angreifer bereits auf sein Opfer. Es fehlt die Zeit zu einem gezielten Schlag zum Hals oder zu den Augen, nichts mit einem dynamisch aussehenden Beinsteller mit anschliessender Handtaschen Kloppe. Alles geht viel zu schnell. WENN eine Frau eine Chance gegen einen schwereren Gegner hat, dann am Boden – also mit BJJ. Was macht ein Vergewaltiger? Er legt sich auf die Frau. Genau in diesem Moment kann sie das BJJ anwenden. Auch bei einem Gewichtsunterschied von 30-40 kg kann einem Gegner ein Arm gebrochen oder die Luft abgewürgt werden.

Sinnvolle Selbstverteidigung für eine Frau, beginnt aber weit vor dem Anwenden von "Techniken", nämlich mit dem (er-) kennen von Situationen, eigenen Limiten und Möglichkeiten. Bein stellen, bösartiger Griff zum Hals oder Unterleib und dann davonrasen sieht auf Bildern toll aus, ist aber mit dem Storch zu vergleichen, der angeblich die Kinder bringen soll: Es ist eine schnelle Antwort, die weitere Fragen verhindert und den Fragenden zufrieden stellt.

Im BJJ hat eine Frau die Gelegenheit in einer kontrollierten Situation ohne Schmerzen und ohne verletzt zu werden zu spüren, wie viel der Kraft eines Angreifers sie mit Technik abzuwenden und zu kontrollieren vermag. Eine Frau, die nicht RICHTIG üben kann sich zu wehren, hat in einer echten Situation, in welcher der Angreifer nicht wie abgesprochen attackiert, KEINE Chance.

Anbieter von solchen "Schein-Selbstverteidigungskursen" und Videobänder wissen, dass sie gemeint sind. Wir möchten an dieser Stelle noch einmal betonen, dass sie z.T. mehr Schaden als Gutes anrichten. Sie vermitteln vielmehr ungerechtfertigte "Selbstsicherheit" und Vertrauen in eine mangelhafte Technik, die im Ernstfall fatal enden kann.
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